Villenbau-Lexikon: Fachbegriffe von A bis Z
52 Begriffe rund um Villenbau, Baukosten und Bauablauf — knapp erläutert, mit Verweisen auf die passenden Ratgeber und Rechner.
A
- Abnahmeprotokoll
- Das Abnahmeprotokoll hält bei der Übergabe der Villa den baulichen Zustand sowie alle offenen Punkte und Restarbeiten fest. Es ist ein zentrales Beweismittel, weil mit der Abnahme die Frist für die Mängelhaftung beginnt und die Beweislast auf die Bauherrschaft übergeht. In anspruchsvollen Projekten empfiehlt sich die Begleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen, der jeden Punkt sorgfältig dokumentiert. Baubegleitung und Qualitätssicherung Siehe auch: Bauabnahme, Gewährleistung, Mängelrüge
- Ausstattungsqualität
- Die Ausstattungsqualität beschreibt das Niveau der eingesetzten Materialien und Komponenten, von Naturstein und Echtholzböden über die Sanitärlinie bis zur Gebäudetechnik. Im Villensegment prägt sie Anmutung, Wohnkomfort und Werthaltigkeit maßgeblich und wird in der Detailplanung präzise festgelegt. Vergleichbar werden Angebote nur, wenn ihnen dieselben Standards und Fabrikate zugrunde liegen. Materialien für die Villa Siehe auch: Baubeschreibung, Materialien, Grundriss
B
- Bauabnahme
- Bei der Bauabnahme bestätigt die Bauherrschaft, dass das ausführende Unternehmen sein Werk im Wesentlichen vertragsgemäß erbracht hat. Der Schritt ist rechtlich bedeutsam, weil damit die Frist für die Mängelhaftung beginnt und die Schlusszahlung fällig wird. Bei einer Villa lohnt es sich, einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuzuziehen, um Mängel frühzeitig zu erkennen. Baubegleitung und Qualitätssicherung Siehe auch: Abnahmeprotokoll, Gewährleistung, Werkvertrag
- Bauantrag
- Der Bauantrag ist der formelle Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung, der bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht wird. Er umfasst unter anderem Lageplan, Bauzeichnungen, statische Nachweise und den Entwässerungsplan. In der Regel unterzeichnet der bauvorlageberechtigte Architekt den Antrag – bei Villen häufig derselbe Entwurfsverfasser, der auch die Gestaltung verantwortet.Siehe auch: Baugenehmigung, Bebauungsplan, HOAI
- Baubeschreibung
- Die Baubeschreibung ist die detaillierte Leistungs- und Materialbeschreibung und verbindlicher Bestandteil des Bauvertrags. Sie legt fest, welche Bauteile, Ausstattungen und Qualitäten geschuldet sind, und dient als Maßstab für die spätere Abnahme. Gerade im Villensegment gilt: je konkreter die Beschreibung, desto geringer das Risiko von Nachträgen und Auslegungsstreit. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Bauvertrag, Werkvertrag, Ausstattungsqualität
- Baugenehmigung
- Die Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis, ein Vorhaben nach den eingereichten Plänen auszuführen. Sie wird von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde auf Grundlage des Bauantrags erteilt und prüft die Übereinstimmung mit Bebauungsplan und Bauordnung. Ohne gültige Genehmigung darf mit dem Bau in der Regel nicht begonnen werden.Siehe auch: Bebauungsplan, Bauantrag, Erschließung
- Baunebenkosten
- Baunebenkosten sind alle Aufwendungen rund um das Projekt, die über die reinen Baukosten des Gebäudes hinausgehen. Dazu zählen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, Erschließung, Vermessung, Baugenehmigung sowie Planungs- und Beratungshonorare. Sie sollten von Beginn an mit einem realistischen Anteil in die Gesamtkalkulation eingestellt werden (Richtwerte, projektabhängig). Nebenkosten und Honorare Siehe auch: Hausanschlusskosten, Erschließung, Grunderwerbsteuer
- Bauträger
- Ein Bauträger errichtet ein Gebäude auf einem eigenen Grundstück und verkauft Grundstück und Bauwerk gemeinsam als Gesamtpaket. Der Erwerb richtet sich nach der Makler- und Bauträgerverordnung mit Ratenzahlungen nach Baufortschritt. Anspruchsvolle Villenbauherren wählen dagegen häufig den Weg über einen Architekten und ein Werkvertragsverhältnis, um Entwurf und Ausführung selbst zu steuern.Siehe auch: Werkvertrag, Generalunternehmer, Bauvertrag
- Bauvertrag
- Der Bauvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Bauherrschaft und ausführendem Unternehmen, insbesondere Leistungsumfang, Preis, Termine und Zahlungsplan. Das Verbraucherbauvertragsrecht schützt private Bauherren unter anderem durch eine verpflichtende Baubeschreibung. Bei einer Villa mit hohem Investitionsvolumen sollte der Vertrag vor Unterschrift fachkundig geprüft werden. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Werkvertrag, Baubeschreibung, Bauabnahme
- Bauzeitenplan
- Der Bauzeitenplan legt die zeitliche Abfolge aller Abschnitte vom Aushub bis zur Übergabe fest. Er dient als Steuerungsinstrument, um Gewerke zu koordinieren, Fristen zu überwachen und Verzögerungen früh zu erkennen. Bei Villen mit umfangreicher Ausstattung wie Pool, Spa oder aufwendigem Innenausbau ist eine belastbare Zeitachse besonders wertvoll. Projektablauf im Überblick Siehe auch: Bauvertrag, Rohbau, Richtfest
- Bebauungsplan
- Der Bebauungsplan ist eine kommunale Satzung, die verbindlich festlegt, wie ein Grundstück bebaut werden darf. Er regelt unter anderem Art und Maß der Nutzung, Geschosszahl, Dachform, Baugrenzen und mitunter Farb- oder Materialvorgaben. Bei Villengrundstücken sollte er vor dem Kauf geprüft werden, da er die gestalterische Freiheit erheblich einschränken kann. Grundstück für die Villa Siehe auch: Baugenehmigung, Grundbuch, Erschließung
- Blower-Door-Test
- Der Blower-Door-Test ist eine Luftdichtheitsmessung, mit der Undichtigkeiten in der Gebäudehülle aufgespürt werden. Dabei erzeugt ein Ventilator Über- und Unterdruck, während der Luftwechsel gemessen wird. In gut gedämmten Villen mit kontrollierter Lüftung ist der Nachweis der Luftdichtheit ein wichtiger Baustein des Energiekonzepts. Energiekonzept der Villa Siehe auch: Dampfbremse, U-Wert, Wärmepumpe
- Bodengutachten
- Ein Bodengutachten, auch Baugrundgutachten genannt, untersucht Tragfähigkeit, Zusammensetzung und Grundwasserstand des Baugrunds. Es liefert die Grundlage für die Planung von Gründung und Bodenplatte und deckt Risiken wie Altlasten oder drückendes Wasser auf. Bei Villen in Hang- oder Seelage ist es unverzichtbar, um teure Nachbesserungen zu vermeiden.Siehe auch: Bodenplatte, Keller, Erschließung
- Bodenplatte
- Die Bodenplatte ist die durchgehende, meist stahlbewehrte Betonplatte, die als Gründung des Gebäudes dient. Sie überträgt die Lasten in den Baugrund und bildet den Boden des Erdgeschosses, sofern kein Keller ausgeführt wird. Ihre Dimensionierung richtet sich nach dem Bodengutachten und der Statik.Siehe auch: Bodengutachten, Keller, Rohbau
D
- Dachneigung
- Die Dachneigung bezeichnet den Winkel des Daches gegenüber der Waagerechten, angegeben in Grad. Sie prägt die Architektur, die Ableitung von Regen und Schnee, den nutzbaren Dachraum und die Eignung für Solartechnik. Viele Villen setzen bewusst auf ein Flachdach oder flach geneigte Dachformen, sofern der Bebauungsplan dies zulässt.Siehe auch: Bebauungsplan, Rohbau, Energiekonzept
- Dampfbremse
- Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Bahn, die den Übertritt von Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dämmung reguliert und so Feuchteschäden vorbeugt. Sie muss luftdicht und fachgerecht verklebt werden, um Tauwasser und Schimmel in der Konstruktion zu vermeiden. In Holz-Hybrid-Konstruktionen ist sie ein zentraler Bestandteil des Feuchteschutzes.Siehe auch: Blower-Door-Test, U-Wert, Energiekonzept
E
- Eigenleistung
- Als Eigenleistung bezeichnet man Arbeiten, die die Bauherrschaft selbst statt durch beauftragte Betriebe erbringt. Im Villensegment spielt sie eine untergeordnete Rolle, da hier hohe handwerkliche Präzision und Gewährleistung aus einer Hand im Vordergrund stehen. Wo überhaupt sinnvoll, sollten Umfang und Schnittstellen vorab klar mit den Gewerken abgestimmt werden.Siehe auch: Innenausbau, Werkvertrag, Baubeschreibung
- Energieausweis
- Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes und stuft sie in Effizienzklassen ein. Bei Neubauten wird ein Bedarfsausweis auf Basis der Gebäudedaten erstellt und ist bei Verkauf oder Vermietung vorzulegen. Er hilft, den zu erwartenden Energiebedarf einer Villa realistisch einzuschätzen.Siehe auch: GEG, U-Wert, Energiekonzept
- Energiekonzept
- Das Energiekonzept fasst zusammen, wie eine Villa geheizt, gekühlt, belüftet und mit Strom versorgt wird. Es verbindet Gebäudehülle, Wärmepumpe, kontrollierte Lüftung, Solartechnik und Speicher zu einem stimmigen Gesamtsystem. Große Wohnflächen und Sonderbereiche wie Pool oder Spa machen eine sorgfältige, frühzeitige Auslegung besonders wichtig. Energiekonzept der Villa Siehe auch: Wärmepumpe, Photovoltaik, U-Wert
- Erdgeschoss
- Das Erdgeschoss ist die auf Höhe des umgebenden Geländes liegende Etage. In Villen beherbergt es häufig die repräsentativen, offenen Wohnbereiche mit direktem Bezug zu Terrasse und Garten. Die zulässige Höhenlage kann durch den Bebauungsplan vorgegeben sein.Siehe auch: Bodenplatte, Grundriss, Bebauungsplan
- Erschließung
- Die Erschließung stellt sicher, dass ein Grundstück an Straße, Kanalisation, Wasser, Strom und weitere Medien angebunden ist. Man unterscheidet die verkehrstechnische von der technischen Erschließung mit Ver- und Entsorgungsleitungen. Bei abgelegenen oder großen Villengrundstücken kann sie einen spürbaren Kostenblock darstellen (Richtwerte, projektabhängig). Grundstück für die Villa Siehe auch: Hausanschlusskosten, Baunebenkosten, Grundstück
- Estrich
- Estrich ist die tragende oder schwimmende Bodenschicht, die auf der Rohdecke aufgebracht wird und den Untergrund für den späteren Bodenbelag bildet. Er nimmt häufig die Rohre der Flächenheizung auf und muss vor dem Belegen ausreichend austrocknen. Bei großformatigen Natursteinböden ist eine sorgfältige Trocknung und Ebenheit besonders wichtig.Siehe auch: Rohbau, Fußbodenheizung, Innenausbau
F
- Fußbodenheizung
- Die Fußbodenheizung gibt Wärme großflächig über den Boden ab und arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Sie harmoniert besonders gut mit Wärmepumpen und ermöglicht eine gleichmäßige, unsichtbare Wärmeverteilung. In Villen mit offenen Raumfolgen und bodentiefen Verglasungen zählt sie zum Standard.Siehe auch: Wärmepumpe, Estrich, Energiekonzept
G
- GEG
- Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bündelt die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude in Deutschland. Es regelt unter anderem, dass neue Heizungen zunehmend mit erneuerbaren Energien betrieben werden, und definiert Mindeststandards für den Wärmeschutz. Für den Neubau einer Villa ist es maßgeblich für Dämmung und Heiztechnik.Siehe auch: Wärmepumpe, Energieausweis, Energiekonzept
- Generalunternehmer
- Ein Generalunternehmer übernimmt die komplette Bauleistung aus einer Hand und beauftragt die einzelnen Gewerke als Subunternehmer. Für die Bauherrschaft gibt es nur einen Vertragspartner, was Koordination und Gewährleistung vereinfacht. Bei individuell entworfenen Villen ist die klare Abgrenzung zwischen Architektenleistung und Ausführung entscheidend. Architekt oder Generalunternehmer Siehe auch: Bauträger, Werkvertrag, HOAI
- Gewährleistung
- Die Gewährleistung verpflichtet das ausführende Unternehmen, innerhalb der gesetzlichen Frist Mängel zu beseitigen; bei Bauwerken beträgt sie in der Regel fünf Jahre ab Abnahme. Zeigt sich ein Mangel, sollte er schriftlich gerügt und eine angemessene Frist zur Nachbesserung gesetzt werden. Eine saubere Dokumentation ab der Übergabe schützt die Bauherrschaft. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Bauabnahme, Mängelrüge, Abnahmeprotokoll
- Grundbuch
- Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das die Eigentums- und Rechtsverhältnisse an einem Grundstück dokumentiert. Es weist unter anderem Eigentümer, Belastungen wie Grundschulden sowie Wege- oder Leitungsrechte aus. Erst mit der Eintragung wird man rechtlich Eigentümer der Immobilie.Siehe auch: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundstück
- Grunderwerbsteuer
- Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie an und wird von den Bundesländern erhoben. Der Steuersatz liegt je nach Land zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Sie zählt zu den Baunebenkosten und ist Voraussetzung für die spätere Grundbucheintragung. Nebenkosten und Honorare Siehe auch: Baunebenkosten, Grundbuch, Notar
- Grundriss
- Der Grundriss ist die maßstäbliche Draufsicht eines Geschosses und zeigt die Anordnung von Räumen, Wänden, Türen und Fenstern. Er ist die Grundlage der Raumplanung und prägt Wohnkomfort, Belichtung und Blickbezüge. In der Villa entscheidet er über die Zonierung von repräsentativen, privaten und dienenden Bereichen. Grundriss-Ideen für Villen Siehe auch: Erdgeschoss, Wohnfläche, Vollgeschoss
- Grundschuld
- Die Grundschuld ist ein Grundpfandrecht, mit dem eine Immobilie als Sicherheit für ein Darlehen belastet wird. Sie wird ins Grundbuch eingetragen und berechtigt den Gläubiger, bei Zahlungsausfall die Verwertung zu betreiben. Als flexibles Sicherungsmittel bleibt sie auch nach Tilgung bestehen, bis sie gelöscht oder erneut genutzt wird.Siehe auch: Grundbuch, Notar, Grunderwerbsteuer
- Grundstück
- Das Grundstück ist die abgegrenzte Bodenfläche, auf der die Villa entsteht. Lage, Zuschnitt, Bodenbeschaffenheit und Erschließungsgrad beeinflussen Preis und Bebaubarkeit erheblich. Vor dem Kauf sollten Bebauungsplan, Grundbuch, Baugrund und die Frage der Privatsphäre sorgfältig geprüft werden. Grundstück für die Villa Siehe auch: Erschließung, Bebauungsplan, Bodengutachten
H
- Hausanschlusskosten
- Hausanschlusskosten entstehen für die Anbindung des Gebäudes an die öffentlichen Netze für Strom, Wasser, Abwasser und Telekommunikation. Sie sind Teil der Erschließung und werden von den jeweiligen Versorgern in Rechnung gestellt. Bei großen Grundstücken mit weiter Leitungsführung fallen sie entsprechend höher aus (Richtwerte, projektabhängig). Nebenkosten und Honorare Siehe auch: Erschließung, Baunebenkosten, Grundstück
- HOAI
- Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bildet den Rahmen für die Vergütung von Planungsleistungen. Sie gliedert Projekte in neun Leistungsphasen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Die Honorartafeln dienen heute als Orientierung, sodass Honorare frei vereinbart werden – bei individuellen Villen ein wichtiger Verhandlungspunkt. Nebenkosten und Honorare Siehe auch: Bauantrag, Bauvertrag, Generalunternehmer
I
- Innenausbau
- Der Innenausbau umfasst alle Arbeiten, die nach dem Rohbau im Inneren erfolgen: Estrich, Trockenbau, Elektro- und Sanitärinstallation, Bodenbeläge, Innentüren sowie Maler- und Oberflächenarbeiten. In der Villa entscheidet er über Materialqualität, Verarbeitung und Atmosphäre und macht einen großen Teil des Budgets aus.Siehe auch: Rohbau, Estrich, Materialien
K
- Keller
- Der Keller ist ein ganz oder teilweise unter dem Gelände liegendes Geschoss, das zusätzliche Nutz- und Wohnflächen schafft. In Villen nimmt er häufig Wellness, Fitness, Weinlager, Technik oder Garagen auf. Er setzt einen tragfähigen, möglichst trockenen Baugrund voraus, weshalb ein Bodengutachten ratsam ist.Siehe auch: Bodenplatte, Bodengutachten, Rohbau
M
- Mängelrüge
- Mit einer Mängelrüge zeigt die Bauherrschaft dem ausführenden Unternehmen einen festgestellten Mangel schriftlich an und fordert zur Nachbesserung auf. Sie sollte den Mangel genau beschreiben, eine angemessene Frist setzen und aus Beweisgründen dokumentiert werden. Reagiert der Unternehmer nicht, können weitergehende Rechte wie Minderung greifen. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Gewährleistung, Bauabnahme, Abnahmeprotokoll
- Massivbau
- Beim Massivbau werden tragende Bauteile aus mineralischen Baustoffen wie Ziegel, Kalksandstein oder Beton errichtet. Er gilt als langlebig, wertstabil und bietet guten Schall- und Brandschutz sowie hohe Wärmespeicherfähigkeit. Im Villensegment ist er neben Sichtbeton, Naturstein und Holz-Hybrid eine der prägenden Bauweisen. Bauweisen im Vergleich Siehe auch: Rohbau, U-Wert, Materialien
- Materialien
- Die Materialwahl bestimmt Anmutung, Haptik, Langlebigkeit und Werterhalt einer Villa. Für Fassade, Böden und Innenausbau kommen etwa Naturstein, Sichtbeton, Massivholz, Metall und großformatige Verglasungen zum Einsatz. Eine stimmige Materialpalette verbindet Architektur, Innenraum und Außenanlage zu einem Ganzen. Materialien für die Villa Siehe auch: Ausstattungsqualität, Innenausbau, Massivbau
N
- Notar
- Der Notar beurkundet den Grundstücks- oder Immobilienkaufvertrag, was in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Er sorgt für eine rechtssichere Abwicklung, veranlasst Grundbucheintragungen und wahrt die Interessen beider Parteien neutral. Die Notarkosten zählen zu den Baunebenkosten und richten sich nach dem Kaufpreis.Siehe auch: Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Baunebenkosten
P
- Photovoltaik
- Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um und senkt die Energiekosten für Haushalt und Wärmepumpe. In Kombination mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch und die Unabhängigkeit vom Netz. In Villen mit hohem Strombedarf, etwa durch Pool und Klimatisierung, ist sie ein wichtiger Baustein des Energiekonzepts. Energiekonzept der Villa Siehe auch: Wärmepumpe, Energiekonzept, Smart Home
R
- Richtfest
- Das Richtfest markiert traditionell die Fertigstellung von Rohbau und Dachstuhl. Es dient als Dank an die am Bau Beteiligten und als sichtbarer Meilenstein im Ablauf. Üblicherweise wird zu einem Umtrunk geladen, während der Richtspruch verlesen wird.Siehe auch: Rohbau, Bauzeitenplan, Dachneigung
- Rohbau
- Der Rohbau umfasst die tragenden und aussteifenden Bauteile eines Gebäudes wie Fundament, Wände, Decken und Dachstuhl. Nach seiner Fertigstellung ist das Bauwerk wetterfest, aber noch nicht bewohnbar, da der Innenausbau folgt. Sein Abschluss wird häufig mit dem Richtfest gefeiert. Projektablauf im Überblick Siehe auch: Innenausbau, Richtfest, Bodenplatte
S
- Schlüsselfertig
- Schlüsselfertig bezeichnet die bezugsfertige Übergabe eines Gebäudes, sodass nach der Abnahme direkt eingezogen werden kann. Der genaue Umfang ergibt sich aus der Baubeschreibung, da der Begriff rechtlich nicht fest definiert ist. Gerade bei Villen ist zu prüfen, ob Außenanlagen, Sonderausstattung und Oberflächen tatsächlich enthalten sind. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Baubeschreibung, Werkvertrag, Innenausbau
- Sichtbeton
- Sichtbeton ist Beton, dessen Oberfläche gestalterisch sichtbar bleibt und nicht verkleidet wird. Er verlangt hohe Präzision bei Schalung, Rezeptur und Ausführung, da Fehler dauerhaft sichtbar sind. In der zeitgenössischen Villenarchitektur wird er als markantes, wertiges Gestaltungsmittel für Wände, Decken und Fassaden geschätzt. Bauweisen im Vergleich Siehe auch: Massivbau, Materialien, Rohbau
- Smart Home
- Als Smart Home bezeichnet man ein Gebäude, in dem Technik wie Heizung, Beleuchtung, Beschattung, Sicherheit und Medien vernetzt und automatisiert gesteuert wird. Die Systeme lassen sich per App, Sprache oder Szenensteuerung bedienen und optimieren Komfort und Energieverbrauch. In der Villa bildet eine früh geplante Verkabelung im Rohbau die Grundlage für ein durchgängiges Konzept. Smart Home und Sicherheit Siehe auch: Photovoltaik, Energiekonzept, Innenausbau
- Statik
- Die Statik berechnet Tragfähigkeit und Standsicherheit eines Gebäudes unter allen zu erwartenden Lasten. Ein Tragwerksplaner erstellt die statischen Nachweise als Bestandteil des Bauantrags und bestimmt die Dimensionierung tragender Bauteile. Große Spannweiten, auskragende Bauteile und bodentiefe Verglasungen in Villen erfordern besondere Sorgfalt.Siehe auch: Bauantrag, Bodenplatte, Rohbau
T
- Trockenbau
- Der Trockenbau umfasst nichttragende Konstruktionen aus Platten und Ständerwerken, etwa für Wände, abgehängte Decken oder Lichtvouten. Er kommt ohne Mörtel oder Beton aus, ist schnell zu errichten und bietet Raum für Dämmung und Installationen. In der Villa ermöglicht er präzise Übergänge, indirekte Beleuchtung und die Integration von Technik.Siehe auch: Innenausbau, Dampfbremse, Estrich
U
- U-Wert
- Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht, gemessen in Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung von Wand, Dach oder Fenster. Er ist eine zentrale Kennzahl für die Energieeffizienz und die Einhaltung der GEG-Anforderungen.Siehe auch: GEG, Dampfbremse, Energiekonzept
V
- Vollgeschoss
- Ein Vollgeschoss ist ein Geschoss, das nach Landesbauordnung eine bestimmte Mindesthöhe über einen ausreichenden Flächenanteil aufweist. Die zulässige Zahl der Vollgeschosse wird im Bebauungsplan festgelegt und bestimmt das Bauvolumen maßgeblich. Bei mehrgeschossigen Villen ist sie entscheidend für Kubatur und Höhenentwicklung.Siehe auch: Bebauungsplan, Erdgeschoss, Dachneigung
W
- Wärmepumpe
- Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt aus Luft, Erdreich oder Grundwasser Wärme und hebt sie mit elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau. Sie gilt als Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen und erfüllt die Vorgaben des GEG zu erneuerbaren Energien. In Verbindung mit Flächenheizung und Photovoltaik arbeitet sie in der Villa besonders effizient. Energiekonzept der Villa Siehe auch: GEG, Fußbodenheizung, Photovoltaik
- Werkvertrag
- Der Werkvertrag verpflichtet den Unternehmer, ein bestimmtes Werk herzustellen, während die Bauherrschaft die vereinbarte Vergütung schuldet. Beim Bau auf eigenem Grundstück ist er die rechtliche Grundlage der Beauftragung. Zentrale Wirkungen wie Abnahme, Mängelhaftung und Vergütungsfälligkeit richten sich nach dem Werkvertragsrecht. Vertrag und Absicherung Siehe auch: Bauvertrag, Bauabnahme, Generalunternehmer
- Wohnfläche
- Die Wohnfläche bezeichnet die nach der Wohnflächenverordnung anrechenbare Grundfläche der Wohnräume. Flächen unter Dachschrägen oder in Kellern werden nur anteilig oder gar nicht berücksichtigt, weshalb sie von der Brutto-Grundfläche abweicht. Im Villensegment ist sie eine wichtige Bezugsgröße für Quadratmeterpreise und Investitionsrahmen (Richtwerte, projektabhängig). Quadratmeterpreis der Villa Siehe auch: Grundriss, Vollgeschoss, Erdgeschoss
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